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Den Makler von der Steuer absetzen – Künftig teilen sich Käufer und Verkäufer von Immobilien die Maklerprovision . Unter bestimmten Bedingungen lässt sich die Provision steuerlich absetzen – vor allem bei vermieteten Objekten.

Am 5. Juni war der Bundesrat fleißig. Gleich 13 Gesetze beschloss das Ländergremium. Eines davon regelt, wie die Maklerkosten bei Immobiliendeals zu verteilen sind. Künftig sollen die Käufer nur noch maximal die Hälfte der Provision zahlen. Bisher mussten die Käufer die Provision, bis zu sieben Prozent auf den Immobilienpreis, häufig allein tragen. Zwar entlastet sie das neue Gesetz, aber es bleibt oft noch ein großer Betrag. Bei einem Kaufpreis von beispielsweise 500 000 Euro wären bei der halben Provision, also 3,5 Prozent, noch 17 500 Euro zu zahlen. Doch Immobilienkäufer können in einigen Fällen die Maklerprovision steuerlich absetzen. Dies gilt immer dann, wenn der Immobilienkauf dazu dient, Mieteinnahmen zu erzielen. Wer also eine vermietete oder zu vermietende Immobilie kauft, kann Kosten geltend machen.

Der Steuerabzug gilt mitunter auch für Verkäufer

Ein Immobilieneigentümer aus Nordrhein-Westfalen verkaufte ein Haus, um mit dem Erlös zwei weitere vermietete Immobilien zu entschulden. Das Geld aus dem Verkauf floss direkt an die finanzierende Bank. Der Immobilienverkäufer hatte sich dazu vertraglich verpflichtet. In einem solchen Fall, so der Bundesfinanzhof (BFH), ist die Maklerprovision für den Verkauf der Immobilie steuerlich abzugsfähig. Denn die Maklerprovision sei rechtlich den Finanzierungskosten für die beiden übrigen Häuser zuzuordnen (IX R 22 13).

Freiheit kostet den Steuervorteil

Allerdings hat der BFH Immobilienverkäufern, die Maklerkosten absetzen wollen, Grenzen gesetzt. Wenn sie frei über den Verkaufserlös verfügen können, ist ein Steuerabzug der Maklerprovision ausgeschlossen. So hatte die Käuferin einer vermieteten Eigentumswohnung ein Haus verkauft, um den Kredit für die Wohnung abzulösen. Die Maklerprovision für den Verkauf des Hauses wollte sie steuerlich von den Mieteinnahmen der Wohnung abziehen. Der Abzug sei ausgeschlossen, weil die Käuferin der Wohnung wirtschaftlich nicht gezwungen gewesen sei, das Haus zu verkaufen, so der BFH (IX R 22 18). Auch habe die Bank dies nicht verlangt – anders als im ersten BFH-Fall. Wenn bei einem Immobilienkauf Betrug im Spiel ist, kann die Maklerprovisionen sogar absetzbar sein, obwohl der Deal nicht zustande kam. So fiel der potenzielle Käufer einer Villa auf einen betrügerischen Makler herein. Der hatte den in bar gezahlten Kaufpreis plus Provision unterschlagen. Später kam der Kauf der Villa dann doch zustande. Einen Teil der Immobilie vermietete der neue Eigentümer. Den Betrugsschaden inklusive Maklerprovision machte er als Werbungskosten geltend. Auch vergebliche Anschaffungskosten, wie in diesem Fall, seien abzugsfähig, so der BFH (IX R 24 16).

 

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Quelle: WirtschaftsWoche, Magazin Seite 82, Martin Gerth, 12. Juni 2020, Wie Sie den Makler von der Steuer absetzen

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